Manche Hundebesitzer können damit ihren überdrehten Hund beruhigen, andere setzen ein Öl mit dem Cannabinoid Cannabidiol (CBD) bei ihrem Tier gegen Schmerzen ein. Auch Tierärzte und Tierheilpraktiker entdecken immer mehr Möglichkeiten von Hanf für Hunde. Dabei geht es nicht nur um das Cannabinoid, dass wir aus den Blättern der Nutzhanfpflanze extrahieren.

Auch das aus den Samen der Pflanze gepresste hochwertige Hanföl kann dem Hund eine wertvolle Futterergänzung bieten. Wir stellen dir hier die wichtigsten Informationen zu Hanfprodukten für Vierbeiner zusammen.

Hanf für Hunde – mit und ohne CBD

Die Bezeichnung Hundehanf wird in unterschiedlicher Art und Weise verstanden. Zum einen ist damit das Hanfsamenöl gemeint. Es ist besonders reich an verschiedenen Mikronährstoffen und Fettsäuren aus der Omega Familie. Es kann die Nahrung deines Hundes bereichern. Auf der anderen Seite geht es um das Cannabinoid Cannabidiol.

Cannabinoide sind eine bestimmte Wirkstoffgruppe, die in Hanfpflanzen – genauer gesagt in den Hanfblättern – enthalten sind. Einige von ihnen wie THC sind psychoaktiv, andere wie Cannabidiol nicht. Die extrahierten Cannabinoide werden mit einem Träger Öl verbunden. Dabei kann es sich um Hanföl handeln, es kommen aber auch andere Öle wie Olivenöl zum Einsatz.

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Ein wertvolles Öl

In Kaltpressung entsteht aus Hanfsamen ein Öl, das schon seit langer Zeit als Premium Speiseöl bekannt ist. Hanfsamenöl hat ein einzigartiges Nährstoffprofil. Es enthält Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren in einem besonders günstigen Mengenverhältnis zueinander. Omega 3 Fettsäuren überwiegen im Hanföl. Die Omega 3 Fettsäuren sind für den Hund essenziell, da der hündische Organismus sie nicht selbst bilden kann.

Sie müssen mit der Ernährung zugeführt werden. Als Hauptbestandteile von Omega 3 gelten EPA (Eicosapentaensäure), DHA (Docosahexaensäure) sowie ALA (Alpha-Linolensäure).

Benötigt werden diese Bestandteile der Omega 3 Fettsäuren vor allem für die:

  • Stabilität der Zellmembranen
  • Blutgerinnung
  • Immunfunktion
  • Herzgesundheit
  • Gefäßgesundheit
  • Regulierung des Blutdrucks
  • Stoffwechsel
  • Nerven
  • Gehirnaktivität
  • Augen
  • und psychische Befindlichkeit des Tieres.

Zusammen mit wertvollen Spurenelementen und Vitaminen ist Hanföl damit eine wertvolle Futterergänzung für deinen vierbeinigen Freund.

Das Cannabinoid Cannabidiol

Neben dem Hanfsamenöl setzen immer mehr Hundebesitzer CBD Öl bei ihren Tieren ein. Dabei geht es um Produkte, die weitestgehend frei von THC (Tetrahydrocannabinol) sind. THC führt bei Hunden zu Vergiftungserscheinungen.

Diese gelten zwar erst bei einer starken Überdosierung als tödlich, können aber auch schon in geringerer Dosierung Herz-Kreislauf-Störungen, Gangstörungen und Bewusstseinseintrübungen hervorrufen. Das nicht psychoaktive Cannabidiol zeigt dagegen bei unseren Vierbeinern viele positive Effekte mit einem breiten Anwendungsbereich und gilt bisher als sehr nebenwirkungsarm.

Deshalb schwören viele Hundebesitzer inzwischen auf dieses Cannabinoid, weil sie es als schonende Alternative beispielsweise zu starken Schmerzmitteln für ihre Tier ansehen. Vieles ist in diesem Bereich ist noch nicht abschließend erforscht. Das gilt insbesondere auch für die Dosierung des Cannabinoids.

Die Dosierung

Es existieren keine Standardempfehlungen für die Dosierung von CBD Öl beim Hund. Bisherige Empfehlungen orientieren sich an den Erfahrungswerten, die sich aus den wenigen bekannten Studien ableiten lassen. Empfohlen wird in jedem Fall eine einschleichende Dosierung. Das bedeutet, der Tierhalter beginnt im Idealfall mit einem Tropfen Öl pro Tag. Dabei kommen von der Dosierung nur Öle mit einer Konzentration zwischen 3 % und 5 % Cannabinoid infrage.

Bei höher dosierten Ölen muss die tägliche Dosis dementsprechend noch weiter abgesenkt werden. Nach wenigen Tagen wird die Dosis von einem Tropfen pro Tag auf zwei gesteigert. Als Maximaldosis gilt nach derzeitigem Stand etwa 2 mg Cannabidiol pro Kilogramm Körpergewicht zweimal täglich.

Bei der einschleichenden Dosierung wird das Tier genau beobachtet. Hierbei geht es einmal um die Verträglichkeit und die Reaktion des Hundes auf den mehr oder minder intensiven Hanfgeschmack. Zum anderen kann mit der genauen Beobachtung festgestellt werden, ab welcher Dosis sich eine Verbesserung von möglichen Beschwerden einstellt. Diese Dosis kann dann für einen gewissen Zeitraum von einigen Tagen gehalten werden. Danach wird versucht, die Dosis wieder zu verringern.

Das Öl muss nicht die ganze Zeit über verabreicht werden. Während beschwerdefreier Phasen kann es abgesetzt werden. Erfahrungen zeigen, dass das Cannabinoid seine besten Effekte zeigt, wenn es etwa 2 Stunden vor einer großen Mahlzeit verabreicht wird. Da einige Tiere den Hanfgeschmack nicht tolerieren, kann es mit einer kleinen Menge Futter oder einem besonderen Leckerli angeboten werden.

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Das Endocannabinoid System

Cannabinoide können interessante Wirkungen im menschlichen und tierischen Organismus entfalten. Menschen und Vierbeiner bilden selbst cannabinoidähnliche Stoffe. Dabei handelt es sich um Botenstoffe, sogenannte Neurotransmitter. Deren Funktion ist es unter anderem, sich mit bestimmten Rezeptoren im Organismus zu verbinden.

Dort sorgen sie im Sinne einer reizverstärkenden oder reizmindernden Wirkung für die Signalweiterleitung im Nervensystem. Über diese Mechanismen werden bestimmte Wahrnehmungen wie beispielsweise Schmerz, aber auch Angst gesteuert. Die Cannabinoide aus Cannabis verbinden sich ebenfalls mit bestimmten Rezeptoren.

Je nachdem, um welchen Bereich es sich handelt und welcher spezielle Rezeptor angesprochen wird, wirken auch die Cannabis Cannabinoide reizverstärkend oder reizlindernd. Obwohl in diesem Bereich noch einige Fragen offen und viele weitere wissenschaftliche Untersuchungen nötig sind, erklären sich Wissenschaftler auf diesem Wege grundsätzlich die positiven Wirkungen von CBD Öl bei unseren besten Freunden.

Die Anwendungsbereiche für Cannabidiol orientieren sich zum Teil noch mehr oder minder an anekdotischen Anwenderberichten. In einigen Bereichen existieren aber auch bereits wissenschaftliche Studien, die die Erfahrungen von Anwendern bestätigen.

Bisher haben sich die großen Bereiche:

  • Angst und Nervosität
  • Hyperaktivität
  • Schmerz
  • Epilepsie

etablieren können. Gerade die Bereiche Schmerz und Epilepsie betreffen dabei Beschwerdebilder bei unseren Vierbeinern, bei denen normalerweise in der schulmedizinischen Behandlung starke Arzneimittel zur Anwendung kommen. Hier können Cannabidiol Öle eine schonende Alternative, beziehungsweise Ergänzung darstellen.

Anwendungsbereiche

Viele klassische Arzneimittel haben Nebenwirkungen. Das gilt zum Beispiel für Schmerzmittel aus der NSAR Gruppe. Diese Wirkstoffe bekämpfen Schmerz ohne Cortison. Unter Umständen greifen sie den Magen an, führen zu Nierenschäden sowie zentralnervösen Störungen.

Auch Anti-Epileptika (Mittel gegen Epilepsie) können Nebenwirkungen erzeugen, da sie intensiv in den Gehirnstoffwechsel beim Hund eingreifen.

Viele Hundehalter machen die Erfahrung, dass sie mit dem Cannabinoid aus den Blättern der Hanfpflanze eine Alternative zu den klassischen Mitteln zur Verfügung haben. Unter Umständen können sie zumindest die Dosis der klassischen Arzneimitteln verringern, was wiederum die Gefahr von Nebenwirkungen vermindert. Öle mit Cannabidiol zeigen bisher kaum Nebenwirkungen.

Wenn, dann treten Nebenwirkungen bei intensiver Überdosierung auf. Bei der wie oben beschriebenen einschleichenden Anwendung der Öle ist eine solche Überdosierung nahezu ausgeschlossen. Es gibt einige wenige Hunde, die auf fast alle von außen zugeführten Fremdstoffe intensiv reagieren können. Diese Empfindlichkeit ist rassebedingt und betrifft beispielsweise Huskies, andere nordische Rassen und auch bestimmte Hütehunde.

Bei diesen Tieren ist mit der Zuführung von Cannabidiol Vorsicht geboten. Eine Anwendung sollte hier eng in Abstimmung mit einem Tierarzt erfolgen.

Wissenschaftliche Studien zu Cannabidiol

Wissenschaftlich belegt sind bisher Effekte bei Arthroseschmerzen. Hier verbesserte sich die Lebensqualität und aus der Beobachtung heraus auch die Schmerzintensität bei den Tieren.

Ebenfalls konnte gezeigt werden, dass Epileptiker-Hunde von Cannabidiol profitieren. Die Frequenz und die Intensität von Krampfanfällen verringerte sich, und Epilepsie-Medikamente konnten in der Dosis herabgesetzt werden.

Es besteht großes weiteres Interesse an Studien zur Anwendung von Cannabidiol bei Vierbeinern. Die vielen positiven Anwenderberichte beispielsweise bei Angsthunden und hyperaktiven Tieren, rücken das Cannabinoid immer mehr in den Fokus.

Mancher Hundehalter machen sich Sorgen um den rechtlichen Status von Hanfprodukten. Beim Stichwort Cannabis denken sie sofort an die psychoaktiven Bestandteile und Produkte wie Marihuana. Es ist wenig bekannt, dass es sehr unterschiedliche Hanfpflanzen gibt. Der Nutzhanf (Cannabis sativa) bildet die Grundlage für die Gewinnung von Hanfsamenöl und die Extraktion des Cannabidiols.

Cannabis sativa ist von der Züchtigung her und von Gesetzes wegen frei oder arm an THC. Der Anteil an THC darf 0,2 % nicht überschreiten. Das unterscheidet diese Cannabispflanze von Cannabis indica, die die Basis von Haschisch und Marihuana bildet. Extrakte aus dieser Hanfpflanze unterliegen in der Regel dem Betäubungsmittelgesetz.

Ihre Anwendung bei deinem Vierbeiner scheidet dabei nicht nur aus rechtlichen Gründen aus, sondern auch wegen der Toxizität von THC. Produkte aus der Nutzhanfpflanze, die beim THC Gehalt die entsprechenden Grenzwerte einhalten, sind zurzeit überwiegend frei verkäuflich.

Qualitätsanforderungen

Wenn du für den Vierbeiner Hanfprodukte auswählst, solltest du dich für Premiumqualität entscheiden. Das gilt beim Hanföl für den Hund, bei dem du deinem Tier wertvolle Makro- und Mikronährstoffe zuführen möchtest. Es darf dabei auch Bio-Qualität sein. Die Qualitätsanforderungen gelten umso mehr, wenn du nach einem Produkt mit Cannabidiol suchst.

Entscheide dich auch hier für ein Premium Öl, möglichst in Bio Qualität und mit einem nachgewiesenen Gehalt an THC. Dieser sollte möglichst bei 0 oder unter 0,2 % liegen. Erste Wahl ist ein CBD Öl Vollspektrum. Vollspektrum Öle enthalten nicht nur das extrahierte Cannabinoid, das in ein Träger Öl eingemischt wird. Vielmehr ist das Cannabinoid hier eingebettet in eine natürliche Wirkstoffumgebung, wie es in der Pflanze auch der Fall wäre.

Damit enthält das Produkt noch weitere wertvolle Pflanzenstoffe. Vielleicht hast du schon einmal die Bezeichnung „sekundärer Pflanzenstoff“ gehört. Solche Substanzen bildet die Pflanze selbst, um sich gegen schädliche Umwelteinflüsse zu schützen. Wissenschaftler erkennen zunehmend, dass viele dieser sekundären Pflanzenstoffe auch der Gesundheit von Mensch und Tier zuträglich sind.

In Cannabis findet sich beispielsweise eine Stoffgruppe der „Terpene„. Es gibt einige 100 dieser Terpene. Ihnen werden teilweise gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben. Zusammen mit dem Cannabinoid entsteht der sogenannte Entourage-Effekt im Vollspektrum Öl. Er schreibt einem Gemisch von Substanzen eine größere biologische Aktivität und damit bessere Qualität zu als isolierten Extrakten.

Hanf für Hunde

Hanf für Hunde: Ein großes Potenzial

Hanf für Hunde wird in Zukunft noch viele weitere Anwendungsbereiche eröffnen, da die Forschung noch am Anfang steht. Schmerz lindern, den überdrehten Hund beruhigen oder das Tier mit wertvollen Mikronährstoffen versorgen – das sind einige der bisher bekannten Einsatzbereiche für Hundehanfprodukte. Die Produkte sind dabei in der Regel sehr gut verträglich und können in manchen Fällen sogar eine schonende Alternative für manches klassische Arzneimittel bilden. Es kann sich in jedem Fall lohnen, ein qualitativ hochwertiges Hanfsamenöl und Cannabidiol einmal auszuprobieren. Wird das Hanfsamenöl für das Cannabinoid als Träger eingesetzt, finden sich sogar beide Substanzen in einem Produkt. Vielen Hunden geht es gut und besser mit Hanf – vielleicht gehört auch dein Vierbeiner bald dazu.

Hinweis und Haftungsausschluss: Auf den Internet-Seiten von cbdoele.org wird über rezeptpflichtiges Cannabis, rezeptpflichtiges CBD oder freiverkäufliches bzw. legales CBD berichtet. Heil- und Nutzversprechen werden ausgeschlossen. Die Texte machen keinerlei Vorschlag zur möglichen Zweckbestimmung und dienen lediglich der Aufklärung, Weiterbildung und Informationsweitergabe. Sie dienen nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose, Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten. Die hier bereitgestellten Informationen ersetzen in keinster Weise die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Außerdem erheben die Texte weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden empfehlen wir, den Arzt deines Vertrauens zu konsultieren.