Seit einiger Zeit wird ein Inhaltsstoff der Hanfpflanze (Cannabis), der als Cannabidiol oder abgekürzt als CBD bezeichnet wird, zunehmend in Nahrungsergänzungsmitteln sowie Gesundheitsprodukten verwendet. Besonders bekannt ist dabei das CBD Öl, das meist aus Hanfsamenöl unter Hinzufügung von extrahiertem Cannabidiol hergestellt wird.

Weitaus weniger geläufig sind den meisten Verwendern CBD Kristalle. Wir stellen dir hier diesen in kristalliner Form gebundenen Inhaltsstoff vor. Dabei geben wir dir einen Überblick zu den besonderen Vorteilen sowie flexiblen Anwendungsmöglichkeiten, die eine Extraktion der Substanz als Kristall dir bieten kann.

Cannabidiol (CBD) – Was ist das?

Vielleicht gehörst zu den Menschen, die bei der Erwähnung von Cannabis zuerst an typische rauschaktive Substanzen und damit verbundene gesetzliche Einschränkungen des Gebrauchs von Hanfextrakten denken. Dabei beginnt die Reglementierung regelmäßig bereits beim Anbau von Hanfpflanzen.

Möglichweise ist dir aber Cannabis auch als potente Arzneipflanze bekannt, die besonders in der Komplementärmedizin und Naturheilkunde geschätzt wird. Nicht umsonst wurde sie 2018 in Österreich von der Herbal Medicinal Products Platform Austria (HMPPA) zur Arzneipflanze des Jahres gekürt.

CBD Kristalle aus Arzneipflanze

Die Nutz- und Zierpflanze Cannabis enthält weitaus mehr Inhaltsstoffe als das psychoaktive Tetrahydrocannabinol (THC), das ganz überwiegend für die Rauschwirkung von bestimmten Cannabis Produkten verantwortlich ist. THC wird primär aus dem Harz der Cannabis-Pflanze gewonnen und als psychoaktiv bezeichnet, weil es auf die Psyche und das Bewusstsein des Menschen einwirkt.

Neben THC hat Cannabis nach bisherigem Kenntnistand etwa 500 Inhaltsstoffe, darunter zwischen 60 und 100 sogenannte Cannabinoide, zu denen sowohl THC als auch CBD zählen. Letzteres wird dabei heute in verschiedenen Anwendungsformen – etwa als CBD Öl oder CBD Kristall – angeboten.

Cannabidiol in der funktionalen und rechtlichen Betrachtung

Das Gehirn weist bestimmte Stellen auf, an denen körpereigene und bei entsprechender Passung auch von außen zugeführte Substanzen regelrecht „andocken“ können. Diese anatomisch als „Rezeptorstellen“ bezeichneten Orte sind ein wichtiger Teil bei der Steuerung und Regulation deines körperlichen Systems.

Bisherige wissenschaftliche Analysen gehen davon aus, dass sich Cannabinoide und damit auch Cannabidiole aus Kristallen ebenfalls an bestimmten Rezeptoren anbinden. Das kann zu erwünschten Effekten führen.

Vielleicht ist es für dich in diesem Zusammenhang interessant zu wissen, dass dein Organismus selbst Substanzen produziert, die den Cannabinoiden in ihrer chemischen Struktur ähnlich sind. Wissenschaftler und Mediziner sprechen von Endocannabinoiden.

Die Vorsilbe „endo“ macht dabei deutlich, dass unser Körper diese Substanzen selbst produziert. Sie sind beispielsweise an der Schmerzregulation beteiligt.

Cannabidiol ist anders als THC

CBD unterscheidet sich in einigen entscheidenden Punkten von THC. Das beeinflusst unter anderem die rechtliche Einschätzung von Produkten, die kein THC enthalten. Es führt aber auch zu Unterschieden bei der sogenannten pharmakologischen Wirkung von Cannabidiol.

Die Pharmakologie befasst sich allgemein damit, wie bestimmte Substanzen im menschlichen Organismus wirken.

Zusammenfasst lassen sich nach heutigem Wissenstand folgende Aussagen zu CBD machen:

  1. CBD werde aus anderen Pflanzen gewonnen als THC. Es gibt bestimmte Nutzhanfsorten, die sehr arm an THC sind. Diese Pflanzen unterliegen deshalb auch keinen gesetzlichen Beschränkungen beim Anbau.
  2. Es wirke nicht psychoaktiv und damit weder berauschend noch suchtauslösend.
  3. Die wissenschaftliche Forschung der Substanz CBD ist noch nicht abgeschlossen. Insbesondere ist noch nicht abschließend geklärt, durch welche Mechanismen CBD eine Wirkung entfalten könne. Schon jetzt weisen verschiedene Studien aber darauf hin, dass es interessante gesundheitsfördernde Eigenschaften habe. Diese machen sich bereits verschiedene verschreibungspflichtige Arzneimittel zunutze. Auch privat käufliche Mittel in verschiedenen Anwendungsformen wie CBD Öle, CBD Kapseln oder CBD Kristalle scheinen positive Effekte zu haben.
  4. Produkte mit Cannabidiol sind rechtlich nicht reglementiert, wenn der THC-Gehalt unter 0,2 Prozent liegt. Gerade die Kristalle sind dabei als besonders reine Form der Substanz in der Regel ganz frei von THC-Anteilen.
  5. Die Kristalle sind unter den genannten Voraussetzungen legal im Handel erhältlich.

Warum Kristalle – wie und wofür sind sie anzuwenden?

Wahrscheinlich bist du an flüssige, in Tabletten gepresste oder verkapselte Anwendungsformen bei Nahrungsergänzungsmitteln und typischen Gesundheitsprodukten gewöhnt. Deshalb erscheint dir möglicherweise Cannabidiol als Kristall zunächst exotisch.

CBD-Kristalle Herstellung, Anwendung & Wirkung

Du bist dir unsicher, wie du diese Form von CBD verwenden kannst? Auch fragst du dich, ob bei der Auswahl von Cannabidiol Kristall Produkten und in ihrer Anwendung Besonderheiten zu beachten sind?

Welche Vorteile hat eine Extraktion als Kristall und wie wird das Produkt eingesetzt?

Pflanzliche Inhaltsstoffe müssen aus Pflanzenteilen herausgelöst werden – dabei sprechen Experten von „extrahieren“ – wenn sie zum Verzehr oder in anderen Applikationsformen verfügbar gemacht werden sollen. Die Applikationsform bezeichnet die Anwendungsform eines Produkts, das später den Pflanzenextrakt enthält.

Zum Beispiel kannst du in Kapseln verarbeitete pflanzliche Inhaltsstoffe einnehmen oder zu einer Salbe vermischte Stoffe in die Haut einreiben. Manche Stoffe lassen sich in eine lösliche Form bringen, die du einatmen oder inhalieren kannst. Andere werden zur Anwendung in ölige oder wässrige Lösungen gebracht.

Angestrebt wird bei der qualitativ hochwertigen Extraktion von pflanzlichen Inhaltsstoffen, dass eine Standardisierung erreicht wird. Bei einem standardisierten Extrakt ist der Anteil des gewünschten Pflanzenstoffes im fertigen Produkt feststellbar und nachgewiesen.

Außerdem sind Anteile nicht gewünschter Stoffe – wie etwa das THC in dem Endprodukt – ebenfalls analysiert und ihr Anteil, beziehungsweise ihr Fehlen nachgewiesen.

Die Herstellung

Wie einfach und effektiv pflanzliche Substanzen verarbeitet werden können, hängt von ihrer chemischen Struktur ab. Manche Stoffe lassen sich beispielsweise schlecht in Wasser lösen, in Alkoholen oder in Ölen wiederum sehr gut.

Andere Substanzen sind Säuren oder enthalten Säuren als weitere untergliederte Stoffe und müssen deshalb mit zusätzlichen spezifischen Extraktionsmaßnahmen aus der Pflanze herausgelöst werden. Dabei kommen bei manchen Methoden Lösungsmittel oder Erhitzungsprozesse zum Einsatz. Es lassen sich beim Einsatz von Lösungsmitteln Reste davon im späteren Reinstoff nicht vermeiden.

Es ist bei jedem pflanzlichen Wirkstoff interessant, ob das Ziel der Extraktion in einer sehr reinen Form der Substanz besteht oder mögliche Begleitstoffe in dem Inhaltsstoff ebenfalls am Ende in einem Produkt verarbeitet werden sollen.

CBD wird heute zumeist mit CO2 extrahiert. Diese Methode gilt als besonders schonend, weil sie ohne Lösungsmittel auskommt.

Die Extraktion der CBD Kristalle erfolgt hierbei unter Druck mit CO2 Gas (CO2 = Kohlendioxid) und mit einem nachfolgenden Erhitzungsprozess, der unter anderem die beschriebenen Säuren in aktives CBD umwandelt. Gewonnen wird die Substanz aus den Blüten und Blättern der weiblichen Hanfpflanzen, die von THC-armen Nutzhanfpflanzen stammen.

Diese Nutzenhanfsorten werden auch als Industriehanf bezeichnet.

CBD Kristalle als hochreine Form

CBD Kristalle sind die reinste mögliche Form des Cannabidiols. Es handelt sich um den extrahierten Feststoff aus den Pflanzenteilen, der ohne weitere Verarbeitungsmaßnahmen nach der Extraktion auskommt.

Wird CBD in Kristallen extrahiert, muss er nicht in Kapseln gefüllt werden, wobei häufig noch Füllstoffe hinzukommen. Er muss auch nicht mit weiteren Ölen vermischt werden, wie das häufig beim CBD Öl der Fall ist. Auch ist keine Salbengrundlage für die Anwendung notwendig.

Die Kristalle können direkt in verschiedenen Anwendungen zum Einsatz kommen. Sie bieten dir im Vergleich mit anderen CBD-Formen Kristall für Kristall die größte Bandbreite an möglichen Anwendungsformen.

Die Anwendung

Die Bezeichnung CBD Kristalle kann etwas irreführend sein. Es handelt sich vielmehr um feine Partikel in Puderzuckerstruktur als um Kristalle. Bis vor Kurzem konntest du diese noch sehr flexibel konsumieren und einsetzen, indem du sie…

  • direkt unter die Zunge rieseln,
  • in Getränke oder Speisen verrühren,
  • in Öle verrühren und diese einnehmen oder einreiben,
  • mit oder ohne andere Tabakprodukte rauchen,
  • über einen Vaporizer verdampfen und dadurch einatmen konntest.

Da CBD Produkte seit Anfang des Jahres 2019 als „Novel Food“ gelten, sind die Produkte von der Europäischen Union bis auf Weiteres nur für den äußeren Gebrauch und nicht zum Verzehr freigegeben.

Vorteile von einer Extraktion in Kristall-Form

Mit rund 98 Prozent und mehr erreichen die Kristalle den höchsten Reinheitsgrad aller Cannabidiol Extrakte. THC ist in der Regel im Kristall nicht enthalten, wenn es sich um qualitativ hochwertige Kristalle handelt. Wenn du Wert auf eine sehr reine Substanz legst und bei ihrer Verwendung gern flexibel bleiben willst, sind die Kristalle deine erste Wahl.

Für wen ist das Kristall als Anwendungsform geeignet?

Neben der Flexibilität bei der Anwendung, die dir CBD Kristalle bieten, kannst du mit den Kristallen auch in besonderer Weise von einer möglichen Wirkung des Cannabidiols profitieren. Den extrahiertem CBD Kristallen fehlen Neben- und Füllstoffe, weshalb der Kristall-Extrakt sehr effektiv von deinem Körper aufgenommen wird.

Für wen & welche Krankheiten ist Cannabidiol geeignet?

Wenn du dir einen potentiellen Überblick über positive Effekte von Wirkstoff Kristallen verschaffen möchtest, geben dir verschiedene wissenschaftliche klinische Studien zum Thema Cannabidiol dazu Auskunft.

Dabei ist allerdings zu beachten, dass viele Studien mit hochdosierten CBD Arzneimitteln durchgeführt wurden. Diese können und dürfen nicht 1:1 auf den Einsatz der CBD Kristalle als Nahrungsergänzungsmittel sowie in Produkten zur allgemeinen Gesundheitsförderung übertragen werden.

Nahrungsergänzungsmittel und Gesundheitsprodukte zielen ihrer Natur nach nicht auf eine medizinische Wirkung, vor allem nicht auf eine Heilwirkung ab.

Die wissenschaftlichen Studien geben dir jedoch nützliche Hinweise dazu, in welche Richtungen sich die Wirkung von Cannabidiol allgemein bewegt. Eine zusammenfassende Arbeit des Schweizer Autors Samuel Büechi aus dem Jahr 2017 bietet dir eine gute Zusammenschau der möglichen Wirkungen in verschiedenen Dosierungen und Anteilen im medizinischen Bereich.

Allgemein berühren nach derzeitiger Studienlage die potentiellen Wirkungen von Arzneimitteln mit CBD vor allem die Bereiche

  • Schlaf,
  • Entzündungshemmung,
  • psychische Ausgeglichenheit
  • und Schmerzlinderung.

Hat Cannabidiol als Kristall Nebenwirkungen und worauf muss ich beim Kauf achten?

Die Anwendung von CBD Kristallen gilt als sehr sicher. Das lässt sich allgemein für jedes aus Cannabis-Pflanzenteilen hergestellte hochwertige Produkt feststellen, das kein THC enthält.

Der Sicherheitsaspekt wurde in einer wissenschaftlichen Studie aus dem Jahr 2011 untersucht, die ihrerseits verschiedene Einzelstudien zum Thema analysierte (eine sogenannte Meta-Studie). Dabei kamen die Forscher der Universität Sao Paulo zu dem Schluss, dass selbst dauerhafter Gebrauch von CBD kein nennenswertes Nebenwirkungsrisiko bergen.

Jedoch ist es für dich wichtig, zu berücksichtigen, dass CBD Kristalle von besonders reiner Substanz sind. Wenn du die CBD Kristalle anwendest, kann deshalb ein Effekt besonders schnell und kraftvoll ausfallen.

Außerdem sind die Forschungen zu Cannabidiolen noch nicht abgeschlossen. Deshalb sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit vorsorglich von einer Anwendung des Stoffes – nicht nur als Kristall – abgesehen werden.

Da Cannabidiol zwei bestimmte Enzyme in der Leber hemmen, kann es zu einem Zusammenwirken mit verschiedenen Arzneimittelstoffen kommen, wenn du CBD Kristalle einsetzt. Die Arzneimittelstoffe werden dabei unter Umständen langsamer abgebaut und zirkulieren länger in deinem Körper.

Ob das zu einer Wirkungsverstärkung führt, hängt nach bisherigem Stand in der Forschung sehr stark vom Einzelfall ab.

Bei einigen Arzneimittelgruppen wurden potentielle Wechselwirkungen mit CBD haltigen Arzneimitteln bereits beschrieben. Folglich solltest du hier auch beim Gebrauch von CBD Kristallen vorsichtiger sein und diese unter anderem nicht zeitgleich mit den Arzneimitteln dieser Gruppen nutzen:

  • Protonenpumpenhemmer (Omeprazol und andere)
  • Betablocker
  • Antidepressiva
  • HIV-Antivirenmedikamente
  • Arzneimittel, die das Immunsystem beeinflussen (Immunmodulatoren)
  • Kalziumkanalblocker
  • Antihistaminika (Mittel gegen Heuschupfen und andere Allergien)
  • Antipsychotika
  • Antibiotika
  • Kortison

Worauf kommt es bei CBD Kristallen besonders an?

Um eine besonders reine Form des Inhaltsstoffes zu erwerben, achte beim Kauf auf qualitativ hochwertige und unter kontrollierten Bedingungen hergestellte CBD Kristalle. Nur bei diesen Kristallen hast du die Gewähr, dass der bei einem Kristall übliche Reinheitsgrad von 98 Prozent und höher erreicht wird.

Die Herstellung von CBD Kristallen sollte unter pharmazeutischen Bedingungen und Standards erfolgen. Der Reinheitsgrad wird bei hochwertigen Kristallen analytisch nachgewiesen sein. CBD Kristalle sind sehr sparsam in der Anwendung.

Bei Cannabidiol, das als Kristall extrahiert wurde, reicht in der Regel schon eine stecknadelgroße Portion. Deshalb kann die Substanz als Kristall in der sparsamen Anwendung für dich auch eine preiswertere Alternative im Vergleich mit anderen Produkten sein.

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