Viele Hundebesitzer kennen inzwischen die Vorteile der Cannabisöle für ihren Vierbeiner. Vielleicht hast auch du bereits ein CBD Öl oder ein Hanfsamenöl als Futterergänzung bei deinem Tier ausprobiert. Wie sieht es aber bei deinem Haustierarzt aus? Nicht alle Tierärzte haben sich bereits mit dem Thema auseinandergesetzt. Wir geben Hundehaltern mit diesem Beitrag Informationen und Argumentationshilfen an die Hand, die bei Tierarztbesuchen nützlich sein können.

In einem gewissen Ausmaß gewinnst du im Folgenden eine Expertise zum Thema und kannst auch skeptischen Tierärzten auf Augenhöhe begegnen. Nutze Tierarztbesuche auch dafür, einen möglicherweise noch kritischen Veterinär von den Vorzügen zu überzeugen. Denn viele Vierbeiner profitieren sehr von den Ölen.

CBD Öl für Hunde - 5 Tipps

Cannabis für Hunde – die 5 besten Tipps

Viele von uns denken bei den Stichworten Cannabis und Hanf immer noch ausschließlich an sucht- und rauscherzeugende Substanzen, die für den Menschen dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen. Diese Sichtweise auf das Thema ist sehr verkürzt, könnte aber auch noch in der einen oder anderen Tierarztpraxis vertreten werden. Wer sich mit dem Thema „Hanf“ auseinandersetzt, erkennt schnell, dass Hanfpflanzen auch wertvolle Inhaltsstoffe aufweisen, die nicht psychoaktiv sind.

Cannabidiol (CBD) ist einer dieser Stoffe. Es handelt sich um ein Cannabinoid, das vor allem im Nutzhanf vertreten ist und aus den Blättern dieser Hanfart extrahiert werden kann. Nutzhanf enthält kein oder nur sehr wenig THC (Tetrahydrocannabinol). Das ist der Stoff, der für die psychoaktive Wirkung von Marihuana und Haschisch verantwortlich ist.

Da Cannabidiol wie Tetrahydrocannabinol ein Cannabinoid ist, kann es im menschlichen wie auch hündischen Organismus verschiedene positive Effekte entfalten. Dabei steht das sogenannte Endocannabinoid-System im Fokus.

Als hochwertige Futterergänzung wird auch das einzigartige Hanföl für Hunde immer bekannter. Es kann insbesondere dafür sorgen, dass dein vierbeiniger Freund mit den für ihn sehr wichtigen Omega 3-Fettsäuren und anderen wertvollen Fettsäuren versorgt wird. Hanfsamenöl, das idealerweise kalt aus den Samen gepresst wird, ist schon von alters her auch für Menschen als hochwertiges Lebensmittel bekannt.

Sein einzigartiges Nährstoffprofil mit einer Vielzahl von Vitalstoffen macht es auch für unsere vierbeinigen Begleiter zu einer wertvollen Futterergänzung. Oft wird das Hanfsamenöl auch als Hundehanf bezeichnet. Hanfsamenöle bilden oft das Trägeröl für Cannabidiol. So kannst du also beide Substanzen in einem Produkt bekommen. Solche Produkte können allerdings einen intensiven Hanfgeschmack haben. Das mögen nicht alle Vierbeiner.

1. Endocannabinoid-System bei Hunden

Glaubst du, dass ein Vierbeiner in seinem Körper cannabinoid-ähnliche Stoffe bildet? Genau wie beim Menschen ist das tatsächlich der Fall. Menschen und Säugetiere bilden bestimmte Botenstoffe (Neurotransmitter). Diese wirken zusammen mit Rezeptorstellen im Nervensystem auf verschiedene Wahrnehmungen und Körperfunktionen ein. Hier liegt unter anderem der mögliche Grund dafür, dass beispielsweise dein überängstlicher oder überdrehter Hund von der Gabe eines Öls mit Cannabidiol profitieren kann.

Denn interessanterweise verbinden sich auch Cannabinoide mit den Rezeptorstellen, die reizmildernd auf das Empfinden von Angst einwirken können. Immer mehr Hundehalter lernen diese überzeugende Wirkung von Cannabisölen kennen. Nicht nur ängstliche Vierbeiner können davon profitieren, sondern auch hyperaktive Vierbeiner.

Ebenso zeigen wissenschaftliche Studien, dass Vierbeiner mit chronischen Schmerzen wie beispielsweise aufgrund von Arthritis und hündische Epileptiker von Cannabidiol profitieren können.

  • Keine Extrakte mit Tetrahydrocannabinol

Erfahrungen nach der Freigabe von Marihuana in verschiedenen US-amerikanischen Bundesstaaten sowie einzelne Studien zeigen, dass unsere vierbeinigen Freunde Tetrahydrocannabinol nicht vertragen. Die Substanz wirkt bei Hunden toxisch. Sollte sich dein Veterinär noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt haben, ist diese Information sicherlich wertvoll.

  • Wenige Nebenwirkungen, aber einzelne Unverträglichkeiten

Die meisten Herrchen, die Cannabidiol bei ihrem Tier ausprobiert haben, konnten keine ernsthaften Nebenwirkungen feststellen. Einzelne Reaktionen wie Übelkeit waren in der Regel auf eine Überdosierung der Substanz zurückzuführen. Jedoch gibt es einige Hunderassen, die wie etwa nordische oder bestimmte Hütehund-Rassen sehr empfindlich auf die Zuführung jedweder Fremdstoffe von außen reagieren.

Solltest du einen empfindlichen Hund dieser Art haben, empfiehlt sich in jedem Fall vor der Anwendung von Cannabidiol ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Tierarzt. Selbst, wenn sich der Tiermediziner noch nicht ausführlich mit dem Thema Cannabisöle für Hunde beschäftigt hat, wird er dennoch das Risiko von Fremdstoffen bei deinem Tier einschätzen können.

2. CBD Öl Hund Tierarzt: Dosierung

Zurzeit existieren keine Standardempfehlungen für die angemessene Dosierung von Cannabisölen mit Cannabidiol. Aus einer Studie stammt die Angabe von Maximaldosierungen im Bereich von 2-4 mg/Kilogramm Körpergewicht. Über andere Informationen wird der Hausarzt deines Tieres auch nicht verfügen, es sei denn, er konnte bereits umfangreiche eigene Erfahrungen in der Anwendung des Öls machen.

Insoweit musst du dich an die richtige Dosierung herantasten. Dieses Herantasten beinhaltet auch eine einschleichende Anwendung des CBD-Produktes. Bei der einschleichenden Anwendung kannst du genau beobachten, wie dein Tier auf die Gabe reagiert. Du beginnst mit einer Dosierung von etwa einem Tropfen, bei sehr leichten Tieren bis 5 kg sogar mit einem halben oder einem Viertel Tropfen.

Für Hunde werden Öle in der Konzentration bis zu 5 % als angemessen angesehen. In der Regel wird dann in Richtung maximaler Dosierung aufdosiert, bis eine Besserung eintritt. Hundefreunde berichten, dass sie während beschwerdefreier Phasen mit der Anwendung aussetzen. Offensichtlich bewährt sich in vielen Fällen eine kurmäßige Anwendung des Öls. Hier kannst du dich aber auch bei Tierarztbesuchen etwas ausführlicher mit deinem Veterinär austauschen.

Wie wählst du ein passendes Produkt?

Selbstverständlich ist es, dass du ein Produkt auswählst, dass keinen oder nur einen äußerst geringen Anteil an THC aufweist. Möglicherweise ist ein Produkt, dass du selbst anwendest, zu hoch konzentriert. Viele Menschen greifen hier auch auf Konzentrationen von 10 % zurück. Solltest du unbedingt ein solche höher konzentrierten Öle bei deinem Vierbeiner anwenden wollen, musst du entsprechend der Konzentration eine geringere Dosierung wählen.

Die Rechenarbeit kann sich aber als recht kompliziert erweisen, weshalb es empfehlenswert sein kann, ein spezielles Produkt für Hunde auszuwerten. Hundefreunde und Experten dürften sich noch nicht bei der Frage einig sein, ob es für das Tier ein hochwertiges Vollspektrumöl sein muss oder sein sollte. Vollpektrumprodukte enthalten weitere Begleitstoffe, die zum natürlichen Stoffumfeld der Cannabinoide zählen.

Beispielsweise sind Terpene derartige sekundäre Pflanzenstoffe, die in Vollspektrumölen ebenfalls enthalten sind. Im Humanbereich sind diese Produkte besonders wertvoll. Ob das für deinen Vierbeiner auch gilt, ist nicht bekannt. Auf der anderen Seite sind auch keine negativen Reaktionen auf Vollspektrumprodukte bei Hundehaltern bekannt geworden.

3. CBD Öl Hund Tierarzt: Einsatzbereiche & Legalität

Gerade, wenn sich der ein oder andere Veterinär noch nicht näher mit dem Thema beschäftigt hat, können die potentiellen Einsatzbereiche für die Öle von Interesse sein.

Hundebesitzer berichten unter anderem über positive Effekte von Cannabidiol bei:

  • Schmerzen
  • Hyperaktivität
  • allgemeine Unruhe
  • Ängsten

Haltern fällt vor allem auf, dass sich die Tiere mit dem Öl besser entspannen können. Die Entspannung öffnet häufig auch Möglichkeiten, um verhaltenstherapeutisch, beispielsweise bei Ängsten, auf das Tier einzuwirken. Diesen positiven Erfahrungen sollte sich auch der Tierarzt nicht verschließen können. Verbindet Tierarztbesuche einfach mit Berichten über die Anwendung der Öle. So wirst du auch einen kritischen Veterinär neugierig machen können.

In manchen Praxen mag noch die andere Meinung vorherrschen, dass Produkte mit Cannabidiol nicht legal vermarktet und vertrieben werden dürfen. Im Humanbereich dürfen Händler diese Produkte zurzeit zumindest online vertreiben. Ihre rechtliche Stellung ist zurzeit noch etwas ungeklärt, wird aber zumindest im Internet von den Behörden zurzeit schon eine ganze Weile akzeptiert.

Das gilt selbstverständlich nur für Produkte, die den Vorgaben für den Gehalt an THC entsprechen. Allerdings kommen andere Produkte für den Vierbeiner schon wegen der Toxizität von Tetrahydrocannabinol nicht infrage.

4. CBD Öl Hund Tierazt: Frag direkt nach Cannabidiol!

Es kann sich bei vier Arztbesuchen auch lohnen, direkt in der Tierarztpraxis einmal nach den Erfahrungen mit der Anwendung von Cannabidiol zu fragen. Da viele Tierärzte dem Thema immer aufgeschlossener gegenüberstehen, kannst du deinen ersten Versuch mit den Ölen auch unter tierärztlicher Begleitung machen. Es ist verständlich, wenn du dich in der Eigenanwendung sehr unsicher fühlst und den Haustierarzt lieber mit im Boot hast.

Stellst du bei dem Besuch in deiner Stammpraxis fest, dass der Arzt die Anwendung von Cannabidiol allgemein ablehnt, kann auch auf Empfehlung nach einer anderen Praxis suchen. Hundehalter tauschen sich gern zum Thema aus. Schließlich sollten Tierarztbesuche auch dazu dienen, innovative Behandlungsmöglichkeiten kennen zu lernen und für dein Tier verfügbar zu machen.

Die Arztbesuche sollten keine unangenehme Erfahrung sein, weder für dein Tier, noch für dich. Ständige kritische Auseinandersetzungen über eine innovative Alternative zu Schmerz- oder Beruhigungsmitteln können dir sicher die Freude an Tierarztbesuchen vergällen. Erfreulicherweise scheinen viele Tierärzte inzwischen nach Berichten der Hundebesitzer dem Thema Cannabidiol durchaus offen gegenüber zu stehen.

Gegen Hanfsamenöl als Futterergänzung kann im Übrigen überhaupt nichts sprechen, da es sich um ein sehr hochwertiges und wertvolles Speiseöl handelt. Hier kannst du beim Besuch des Veterinärs auch einmal das Thema Omega 3-Fettsäuren für Vierbeiner ansprechen. Dein vierbeiniger Freund benötigt dieses Fettsäure.

CBD Öle für Hunde als Futterergänzung

Du bringst die Grundkenntnisse bereits mit

Mit diesem Beitrag hast du grundlegende Informationen zur Anwendung von Cannabis und Cannabisölen bei Vierbeinern erhalten. Sie erleichtern dir die Kommunikation mit einem Veterinär deiner Wahl. Da es noch keine offiziellen Beschreibungen und Empfehlungen zum Einsatz von Cannabidiol bei Vierbeinern gibt, bist du auf die Erfahrungsberichte anderer Hundehalter und deine eigene Erfahrung angewiesen.

Das ist aber kein Grund, auf die innovativen Möglichkeiten von Cannabisölen zu verzichten. Dein Tier sollte es dir wert sein, beispielsweise bei chronischen Schmerzen nebenwirkungsfreie und sanfte Alternativen zumindest als Ergänzung der Behandlung in Betracht zu ziehen.

Obwohl die Anwendung der Cannabinoide bei unseren hündischen Begleitern noch nicht abschließend wissenschaftlich erforscht ist, zeigen bereits erste Studienergebnisse das große Potenzial von Cannabidiol bei diversen Beschwerdebildern. Es kann bereits ein Erfolg sein, wenn die Dosierung klassischer Arzneimittel durch die zusätzliche Gabe des Öls verringert werden kann.

Diese Vorteile erkennen auch immer mehr Tierärzte. Es kann deshalb sein, dass du beim Besuch der Tierarztpraxis sofort auf offene Ohren stößt, wenn du als Hundebesitzer das Thema erwähnst. Auch, wenn CBD Öl beim Hund für deinen Tierarzt noch neu sein sollte, lasse dich nicht vom Thema abbringen. Cannabis und Cannabisöle werden von vielen Hundehaltern, Tierärzten und Therapeuten bereits erfolgreich bei Hunden eingesetzt.

Solange die Produkte frei von Tetrahydrocannabinol sind, ist nach derzeitigem Wissensstand auch nicht mit ernsten Nebenwirkungen zu rechnen. Dein Haustierarzt sollte hier vor allem das wohl deines Tieres im Auge haben. Tierarztbesuche dienen auch der Suche nach sanften Alternativen.

Hinweis

Hinweis und Haftungsausschluss: Auf den Internet-Seiten von cbdoele.org wird über rezeptpflichtiges Cannabis, rezeptpflichtiges CBD oder freiverkäufliches bzw. legales CBD berichtet. Heil- und Nutzversprechen werden ausgeschlossen. Die Texte machen keinerlei Vorschlag zur möglichen Zweckbestimmung und dienen lediglich der Aufklärung, Weiterbildung und Informationsweitergabe. Sie dienen nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose, Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten. Die hier bereitgestellten Informationen ersetzen in keinster Weise die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Außerdem erheben die Texte weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden empfehlen wir, den Arzt deines Vertrauens zu konsultieren.