Der Begriff „oxidativer Stress“ lässt einem gesundheitsbewussten Menschen schnell einen Schauer über den Rücken laufen. Es scheint übertrieben, aber dieser schlechte Ruf hat durchaus seinen Grund.

In den letzten Jahren haben einige Studien einen Zusammenhang zwischen oxidativem Stress und zahlreichen Erkrankungen nahegelegt. Es gibt sogar Belege dafür, dass diese Zustand auf Dauer das Risiko für Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen und das zentrale Nervensystem beeinträchtigen könnte.

Das soll durch sogenannte freie Radikale passieren – instabile Verbindungen, die angeblich die DNA von Zellen schädigen, wenn sie in zu hohen Mengen im Körper vorhanden sind.

Ist es also wirklich wahr, dass oxidativer Stress die Alterung beschleunigt und Krankheiten verursacht?

Freie Radikale und das Immunsystem

Wie schon erwähnt handelt es sich bei freien Radikalen um natürlich im Körper vorkommende Verbindungen. Sie sind eine Waffe der Immunabwehr gegen Schadstoffe.

Freie Radikale greifen Viren und schädliche Bakterien an, bevor diese im Körper Schaden anrichten können. Ihre Funktion ist im Grunde also die Zerstörung von Krankheitserregern.

Die auffälligste Eigenschaft der freien Radikale ist, dass sie ein ungepaartes Elektron besitzen. Sie sind deshalb unvollständig und möchten ihr „überflüssiges“ Elektron so schnell wie möglich loswerden.

Das gelingt ihnen, indem sie mit anderen Verbindungen reagieren. Bei diesem Prozess – genannt Oxidation – werden wiederum neue Radikale gebildet. Da sie aber anderen Verbindungen ein Elektron entreißen, können sie dabei andere Zellen beschädigen.

Freie Radikale sind also normal und in gewissem Maße sogar notwendig. Sie verursachen nicht nur Schäden, sondern regen auch die Regeneration an. Erst wenn die Menge der freien Radikale die Reparaturprozesse überfordert, sprechen wir von oxidativem Stress.

Wie weiß ich, ob ich von oxidativem Stress betroffen bin?

Achtung Warnzeichen oxidativer Stress

Es gibt 5 Warnzeichen, die am häufigsten mit oxidativem Stress in Verbindung gebracht werden:

  1. Müdigkeit
  2. Muskel- oder Gelenkschmerzen
  3. Gehirnnebel
  4. Kopfschmerzen und Lärmempfindlichkeit
  5. Anfälligkeit für Infektionen

Darüber hinaus gibt es einige Faktoren, die zu der übermäßigen Entstehung freier Radikale beitragen können:

  • Der Konsum von Drogen wie Alkohol und Nikotin
  • Passivrauchen und Einatmen von Abgasen (Luftverschmutzung)
  • Pestizide und andere Schadstoffe in der Nahrung
  • Verletzungen, Infektionen
  • Stress und seelische Krankheiten wie Depressionen, Angstzustände
  • Eine unausgewogene Ernährung
  • Übermäßige körperliche Anspannung
  • UV-Strahlung

Solche Einflüsse können den Organismus belasten und uns anfälliger für Krankheiten machen. Es ist deshalb sehr wichtig, dass wir sie so gut wie nur möglich vermeiden.

Die Auswirkungen von oxidativem Stress werden nicht von heute auf morgen deutlich.

Langfristiger oxidativer Stress könnte sogar Körperzellen schädigen. Dies kann zur vorzeitigen Alterung beitragen und eine wichtige Rolle bei der Entwicklung verschiedener Erkrankungen spielen.

Oxidativem Stress vorbeugen und diesen überwinden

Experten heben in der Regel zwei Methoden zur Linderung von oxidativem Stress hervor. Erstens sei es wichtig, negative Einflüsse wie Schadstoffe und Stress zu vermeiden. Zweitens sollte man seinen Körper täglich ausreichend mit Antioxidantien versorgen.

Antioxidantien sind natürliche Substanzen, die die Reaktion zwischen freien Radikalen und anderen Verbindungen hemmen. Dadurch sind sie in der Lage, oxidativen Stress zu lindern.

Hier sind einige Maßnahmen, die Sie treffen können, um freie Radikale und Antioxidantien im Gleichgewicht zu halten:

1. Nehmen Sie täglich Lebensmittel mit Antioxidantien zu sich

Gesunde Ernährung - natürliche Alternativen

Laut Experten kann eine Ernährung, die reich an Antioxidantien ist, oxidativem Stress effektiv vorbeugen. Mit fünf Portionen diverser Obst- und Gemüsesorten pro Tag können Sie Ihrem Körper genau das geben, was er für die normale Funktion unbedingt benötigt.

Versuchen Sie deshalb, täglich die folgenden Nahrungsmittel zu sich zu nehmen:

  • Frisches Obst und Gemüse (Zitrusfrüchte, Beeren, Karotten, rote Beete, Tomaten, Blattgemüse…)
  • Kerne, Nüsse, Samen
  • Gesunde Öle (Hanföl, Kokosöl, Olivenöl…), am besten kaltgepresst
  • Grünen und schwarzen Tee

Unbedingt beachten: Im Idealfall sollten wir alle wichtigen Nährstoffe durch eine gesunde Ernährung bekommen. Falls das aber nicht ausreichend ist, sollten Sie Ihre Ernährung mit den wichtigsten Antioxidantien wie Vitamin C, E und B2 ergänzen.

2. Vermeiden Sie ungesunde Lebensmittel

Zucker und hoch-prozessierte Lebensmittel wie Chips, Milch- und Fruchtgetränke mit Zucker-Zusatz, prozessiertes Fleisch wie Wurst und allerlei Fertiggerichte sollten vermieden werden. Sie enthalten nämlich meist viel zu viel Zucker und/oder künstliche Zusätze, für die vermutet wird, dass sie die Oxidation anregen könnten.

Von rotem Fleisch wird ebenfalls abgeraten, da eine übermäßige Eisenzufuhr die Oxidation unterstützen soll.

Viele Menschen, die freie Radikale reduzieren möchten, versuchen hauptsächlich organisches Obst und Gemüse zu essen. Der Sinn dahinter ist, Pestizide und sonstige Schadstoffe zu vermeiden.

3. Schützen Sie sich vor Infektionen

Krankheiten Infektionen vermeiden

Eine Infektion kann den Körper schwer belasten. Das liegt daran, dass viel Energie verbraucht wird, um Viren zu bekämpfen. Es gibt viele Maßnahmen, die Sie noch heute treffen können, um sich vor Infektionen zu schützen.

Menschen, die an chronischen Krankheiten leiden, sind anfälliger für Infektionen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Gesundheit ganzheitlich betrachten. Versuchen Sie die Ursachen zu behandeln, statt nur die Symptome.

4. Geben Sie dem Stress keine Chance

Stress zu vermeiden ist immer viel leichter gesagt als getan. Trotzdem sollten Sie sich bemühen, Stress im Alltag zu reduzieren. Ebenso ist es wichtig zu lernen, richtig mit stressigen Situationen umzugehen.

Versuchen Sie in Ihrem Zeitplan immer Platz für Pausen zu schaffen. Nutzen Sie sie als Gelegenheit, die Natur zu genießen, durchzuatmen und neue Energie zu schöpfen.

5. Verhindern Sie Schlafmangel

Schlafprobleme natürlich überwinden CBD Öl

Wenn Sie schlecht schlafen oder an Schlafstörungen leiden, sollten Sie als Priorität Ihre Schlafqualität verbessern. Helfen kann auch CBD bei Schlafstörungen.

Im Schlaf regeneriert sich der Körper. Das ist für alle wichtigen Körperprozesse von großer Bedeutung – insbesondere für das Immunsystem, da es durch Schlafmangel geschwächt werden könnte.

Da jedoch vieles gegen herkömmliche Schlafmittel spricht, entscheiden sich immer mehr Menschen für natürliche Alternativen.

5 Tropfen eines 10% CBD Öls am Abend, in Kombination mit einem hochwertigen Hanftee, werden oft angewandt, da sie das Ein- und Durchschlafen laut Erfahrungsberichten unterstützen sollen.

CBD Öl gegen oxidativen Stress

Diverse wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass Cannabidiol (CBD) eine Reihe positiver Wirkungen für den menschlichen Körper haben könnte.

CBD ganzheitliche Gesundheit

So hat sich CBD Öl einen Ruf als kraftvolles Antioxidans verdient. Ebenso soll es laut Aussagen von Anwendern entzündungshemmend wirken und hilfreich bei Schmerzen, Schlafstörungen und Angstzuständen sein.

Wissenschaftliche Studien untersuchen CBD als Mittel mit großem medizinischem Potential.

Ein US-amerikanischer Forscher namens George W. Booz schrieb in seiner Untersuchung das folgende Fazit: „Studien an Krankheitsmodellen unterstützen die Idee, dass CBD Entzündungen weit über seine antioxidativen Eigenschaften hinaus lindert“.

 Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Oxidativer_Stress https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10693912 https://www.nature.com/articles/1601476.pdf?origin=ppub https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3085542/ https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28246551 https://www.sciencedirect.com/topics/neuroscience/oxidative-stress